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Rheinradweg 2023 - Tag 5 Karlsruhe

Die Nacht war einigermassen erholsam. So konnten wir kurz vor acht Uhr das feine Frühstücksbuffet geniessen. Also als einfaches Stadthotel mit nettem Service, einfachen sauberen Zimmern inkl. kleiner "Begrüssungs"minibar als netten Zusatzbonus - es liess sich nichts gegen das Hotel Elite sagen; zumal es in knapp 10 Minuten Bahnhofnähe lag. 

 

Da unser Zug erst um 13.49 Uhr abfahren sollte, gönnten wir uns noch eine kleine Stadtrundfahrt per Velo. Daher direkt zum Marktplatz mit seinen schönen Gebäuden und zum Grab des Stadtgründers Markgraf Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach (* 17. Januar / 27. Januar 1679 in Durlach).

 

"Wie kein anderer Stadtgründer ist Karl Wilhelm in seiner Schöpfung bis heute präsent. Seine Gebeine ruhen in einer Pyramide mitten auf dem Karlsruher Marktplatz, die der Architekt Friedrich Weinbrenner 1823 bis 1825 errichtete."

 

Gleich in der Nähe lag das Schloss von Karlsruhe. Wir verzichteten auf die ganz grosse Führung durch das Badische Museum, sondern wählten den Aufgang zum Turm (156 Stufen). Oben angekommen hatte man eine tolle Rundumsicht über die Dächer von Karlsruhe. Wieder zurück bei den Rädern überlegten wir uns, was wir jetzt um halb elf Uhr mit der restlichen Zeit anfangen wollten. Lothi schlug den Tiergarten vor. Der lag direkt gegenüber vom Bahnhof. Die Bezeichnung Tier-Garten machte seinem Namen alle Ehre. Der Zoo war eigentlich ein riesengrosser Garten bzw. Park mit uralten Baumbeständen und vielen Bächlein, grossen Weihern, schön angelegten Blumenbeeten - und mitten in dieser grossen Anlage die grosszügigen Tiergehege. Sie waren sehr schön angelegt, naturnah gestaltet und mit vielen Rückzugsnischen für die Tiere - wie auch schon in München und Berlin gesehen. Wir genossen das Flanieren bei immer noch schönstem Herbstwetter, bevor wir uns um kurz vor 13 Uhr im Braugasthaus Erste Fracht ein Radler und Tomatensuppe bzw. Burger für Lothi gönnten.

 

Damit wir nicht zu spät kommen, machten wir uns am halb zwei auf zum Bahnhof, nur um dort zu lesen, dass der Zug 35 Minuten Verspätung habe. OK. Die ganze Eile umsonst. Also ab in den nahen Costa-Coffee-Shop. Als wir dann eine halbe Stunde später auf dem Perron standen, erfuhren wir, dass der Zug noch weitere 25 Minuten später kommen werde. Insgesamt kamen wir schlussendlich mit 1 Std. Verspätung in Basel SBB an. Aber: Immerhin hatten wir reservierte Plätze, auch für die Velos. Eine ganze Schar Leute war wohl irrtümlich in den Zug gestiegen, der auch mit Verspätung kurz vor unserem ein- und losfuhr. Denn offensichtlich blieben bei uns im ICE 9 viele reservierte  Plätze leer. Eine grössere Menschenmenge quetschte sich denn auch im Bad. Bahnhof wieder für die letzten 6 Minuten in den Zug. Egal. Wir kamen alle heil zuhause an. Regi und Lothi in Allschwil, ich nach einem Bergpreis zuhause in Liestal.

 

Toll war sie, diese Radel-Tour von Allschwil nach Karlsruhe (mind. 273 Km)! Die Velos haben gehalten, die Packtaschen hatten sich bewährt, die Hosen sowieso. Wir waren alle noch gesund und munter und fühlten uns gut, hatten viele neue Eindrücke und wertvolle Erfahrungen mit nachhause genommen.




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