Heute war wieder Kartierung fürs Eisvogel-Projekt angesagt. Zusammen mit Claudia startete ich beim Fussballplatz Bubendorf, um den Abschnitt Bubendorf-Liestal (bis kurz vors Gitterli) abzulaufen. Um 9 Uhr zogen wir los. Zuerst ging es rechts der Ergolz entlang, wobei wir zu Beginn nicht direkt am Fluss laufen konnten. Wir hörten und/oder sahen schon so einiges: Einen Grünspecht am Hang zu Seltisberg rüber. Auf der Wiesen ein paar Rabenkrähen, um uns rum tschilpten Buchfinken, Kohl- und Blaumeisen. Als der Weg wieder zum Fluss führte, sahen wir erste Stockenten-Pärchen und eine einzelne Gebirgstelze. Später dann zwei weitere Gebirgsstelzen und ein Hausrotschwanz-Männchen. Es sollten auf dem weiteren Weg noch weitere Arten folgen. Als wir unsere Notizen machten und dabei ne Weile am Fluss stehenblieben, kamen Sumpfmeisen, ein Zaunkönig, ein Rotkehlchen und mehrere Gartenbaumläufer. Da war vlt. was los in den Bäumen.
Und weiter gings. Erneut flogen Gebirgsstelzen und zahlreiche Meisen. Irgendwo hörten wir eine Misteldrossel. In der Nähe der ersten Häuser von Liestal blieben wir auf einer Brücke stehen und entdeckten - was für eine Freude - zwei Wasseramseln. Wir waren natürlich hin und weg. Wir schauten den beiden eine Weile zu und gingen dann weiter. Später dann überquerten wir eine weitere Brücke; der Fluss strömte in kleinen Stromschnellen unter der Brücke durch. Unten stand ein Graureiher und ein paar weitere Stockenten schwammen emsig rum.
Nun wieder auf der rechten Seite des Fluss gingen wir weiter. Wir waren schon ganz in der Nähe des Hanro-Areals. Wie waren wir überrascht, als Claudia etwas weiter unten einen Gänsesäger sah. Und es blieb nicht bei dem einen. Es waren zwei Paare. DAS war ja cool! Mit denen hätten wir niemals gerechnet. Wir liefen die Strecke noch zu Ende ab. Stets begleiteten und die Rufe von Gartenbauläufern. Auf dem Rückweg trafen wir wieder auf die Säger, die Enten und den Graureiher, der schon zuvor mitten im Fluss unterhalb der letzten Brücke stand.
Weiter gings. Vielleicht würden wir ja den Eisvogel sehen, den Tage zuvor Claudias Schwiegervater am Fluss gesehen hatte. Ich meinte zwar, diesen kurz gehört zu haben, aber vielleicht hatte ich mich ja getäuscht. Wir sahen ihn leider wirklich nicht mehr, dafür aber einen Zaunkönig, der ganz aufgeregt rief und zwischen den Bäumstämmen rumhüpfte und dann schwupps über den Fluss direkt ins Dickicht verschwand.
So spazierten wir weiter. Unsere Daten hatten wir ja gesammelt und alles notiert. Es war allerdings nicht mehr viel zu sehen, ausser ein paar Ringeltauben und in der Ferne ein Rotmilan.
Wir hatten richtig Freude, dass wir sowohl die Wasseramseln als auch die Gänsesäger entdeckt hatten. Damit hätten wir nie im Leben gerechnet. Nun wussten wir, dass wir künftig ganz in der Nähe - zumindest die Wasseramseln - Vögel vlt. sogar beim Brüten beobachten würden können.
Beschwingt liefen wir zurück zum Startpunkt. Wir hatten einige Arten gesehen, eine ziemlich gute Strecke gelaufen und unsere Kartierungsliste nachgeführt. Sogar das Wetter hatte mitgespielt. Es fing erst an zu nieseln, als wir schon wieder zurück waren. Cool!
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