Seit nun bald eineinhalb Jahre bin ich im Feldornithologie-Kurs. Die Prüfung rückt immer näher, die Nervosität auch. Aber ich bin auf einem guten Weg. Apropos Weg: Die letzten Wochen war ich viele Male in Feld und Flur unterwegs. Was habe ich nicht alles gesehen. Seit dem Spaziergang mit Lars Ende Februar 2026 hat sich vieles getan. Flora und Fauna sind aus dem Winterschlaf erwacht, die Vögel zwitschern schon frühmorgens um kurz vor 5 Uhr. Die Bäume sind quasi über Nacht ergrünt. Ein Traum! Ich konnte unzählige Arten wiederentdecken, eine nach der Arten sind sie wieder da. Der Zilpzalp kurz nach dem Hausrotschwanz, die Mönchsgrasmücke singt ohne Ende, der Zaunkönig sowieso, der Girlitz meist zu seiner Lieblingszeit ab Mittag bis abends. Zwar sieht man sie nun nicht mehr so, die Spechte rufen nicht mehr so viel. Aber man hört sie gut. Inzwischen erkenne ich so viele - viele auch noch nicht (vorallem die Arten im Kulturland, weil wir ja hier mehr Wald haben). Aber das wird schon.
Zwei meiner schönsten Sichtungen waren die der Waldschnepfe: einmal oberhalb Lausen und das zweite Mal bei uns auf der Sichtern. Leider habe sie nicht mehr gesehen - bei der dritten Begegnung bin ich mir nicht sicher, weil ich bloss das Geräusch des Vogels beim Wegfliegen hörte, ihn aber nicht sehen konnte. Er machte zwar einen Riesenlärm, aber da es ja auch was anderes hätte sein können, konnte ich es nicht mit Sicherheit sagen. Vom Gebiet her wäre es halt schon sehr gut möglich, weil es nah an der Stelle war, wo ich ihn zum ersten Mal sah. Und just gestern Abend erreichte mich ein Aufruf der Vogelwarte, bei einem "Suchprojekt" nach der Waldschnepfe in der Brutzeit mitzumachen. Mal sehen, ob ich das irgendwie zwischen Lernen, Exkursion und Spaziergängen unterbekomme. Ende Mai schliessen wir den Kurs ja mit der Prüfung ab. Dann geht es intensiv, aber ohne Prüfungsdruck weiter. Ich freu mich sehr darauf!







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