14. Mai 2026
Heute starteten Svenja und ich zu einer spontanen Kurzreise - zumindest für mich war sie spontan. Ich begleite Svenja "ersatzweise". Geplant war das Wochenende zwar völlig anders, aber ein verlängertes Wochenende in Hamburg wird auch helfen, in den Ferien "anzukommen" und ein wenig zu entspannen.
Gesagt, getan: In etwas Eile das Nötigste gepackt und ab ging es zum Flughafen. Roger brachte uns hin. Dann hiess es nur noch warten. Svenja hatte ja bereits alles erledigt; das Online Check-in und was sonst noch nötig war. Wir vertrieben uns die Zeit in der Lounge, bis wir um 14.00 Uhr einsteigen konnten. Um 14.40 hob der Flieger ab und brachte uns nach knapp 1,5 Std. mit einer butterweichen Landung gut an. Das Ticketlösen war etwas mühsam, der Schalter für die Info schien auch nicht mehr zu existieren - vor 12 Jahren war das besser. Naja, egal. Wir lösten ein Einfachticket bis zur Stadthausbrücke. Ob wir dann für die nächsten 3 Tage ein City-Ticket lösen wollten, würden wir am nächsten Tag entscheiden. Das Wetter meinte es gut mit uns. Es war inzwischen mehr oder weniger trocken, wenn auch mit 12 Grad nicht wirklich warm, zumal es windete. Aber wir wollten nicht meckern, hatten ja warme Kleidung dabei.
Um kurz nach 16.30 Uhr waren wir im Hotel und checkten ein. Je länger je mehr wird es zur Normalität, dass man einen self-check-in macht. Da wir auf das "Housekeeping" verzichteten, bekamen wir einen Drink-Gutschein; auch ok. Den würden wir irgendwann mal noch einlösen. Wir brachten unser Gepäck ins Zimmer. War ein cooles Zimmer mit Blick auf einen der div. Alsterkanäle.
Danach zogen wir zu Fuss los in Richtung "Miniatur-Wunderland". Svenja und Flavio hatten Tickets gebucht, damit man nicht anstehen musste. Das Wunderland hatte bis 01 Uhr offen (keine Ahnung, ob das jeden Tag so ist). Wir planten, unterwegs zu essen. Würde ja wohl sicher das eine oder andere Restaurant geben. Gab es auch: gleich um die Ecke beim Miniatur-Wunderland fanden wir eine hübsche Pizzeria "Vecchio amore". War eine schöne Atmosphäre. Svenja bekam die Pizza in der gewünschten Grösse und ich Spaghetti aglio e oglio. Nach dem leckeren Essen und dem Espresso aufs Haus (wir mussten etwas lange warten, deshalb), spazierten wir zum Miniatur Wunderland.
Was es da nicht alles zu sehen gab, ist wirklich erstaunlich und unglaublich, was die beiden Brüder in den 20 Jahren auf die Beine gestellt haben - inkl. ein 30'000-Liter-Wasserbecken für den Thementeil Nordostsee. Und sie sind bei weitem noch nicht fertig. Das Thema "Anden" ist im Aufbau; dies wie auch schon andere Südamerika-Teile mithilfe von südamerikanischen Modellbauern. So lassen sich die Landschaften authentisch gestalten. Und zudem entstanden und entstehen noch enge länderübergreifende Freundschaften.
Svenja gönnte sich noch den 10-minütigen virtuellen Einstieg in die Wunderwelt, der sich sehr realistisch anfühlte - eine lustige Erfahrung, meinte sie danach.
Um kurz nach 23 Uhr allerdings war unsere Aufnahmefähigkeit erschöpft und wir spazierten in Richtung Hotel. Bis wir dann aber im Bett waren, war es auch schon bald 01 Uhr. Ein toller, erlebnisreicher erster Tag in Hamburg.
---------------------
15. Mai 2026
Heute begrüsste uns Hamburg mit einem strahlend blauen Himmel und viel Sonne. Herrlich. Um kurz nach 9 Uhr sassen wir im nahen Starbucks und genossen das Frühstück.
Wir wollten zu den Landungsbrücken und da ins Hardrock-Café. In windigem, sonnigen Wetter schlenderten wir den Kanal entlang in Richtung Hafen, also zuerst vorbei am kleineren Sporthafen. Und als wir noch mit einem Blick übers Wasser überlegten, was wir als nächstes machen, rief ein Chauffeur eines Stadtbusses, dass sie bald losfahren würden; also so Marktschreier-mässig. Wir dachten, ok, wieso nicht? Der käme ja genau hier wieder an und dann kann Svenja ins Hardrock-Café. Ein paar Minuten später sassen wir im oberen, offenen Deck und fuhren los. Das war eine sehr amüsante, unterhaltsame Fahrt mit unendlich viel Infos zu Stadt und Geschichte. Der Begleiter machte seine Sache sehr gut, mit einer angenehmen Stimme, viel Humor - und er bezog uns alle auf lustige Weise ein. Mitunter nahm er uns alle natürlich auch gehörig auf die Schippe.
Nach einer Stunde waren wir wieder am Ausgangspunkt, spazieren auf einen Tipp von ihm zur Kramamtsgasse (oder so) und dann wieder zurück zum Hardrock-Café. Svenja kaufte sich ihre Shirts, danach zogen wir weiter in Richtung Alster. Unterwegs kamen wir an der Bäckerei vorbei, wo wir damals, als wir im Hotel Adina logierten, jeweils gefrühstückt hatten. Dort gönnten wir uns zwei leckere Sandwiches und was zu trinken. Da erst merkten wir, wie müde wir von all den Eindrücken waren. Die Pause tat gut. Wir zogen dann weiter zur Europapassage an der Binnenalster, nicht bedenkend, dass da hunderte Menschen rumwuselten. Das war echt anstrengend. Wir entschieden, uns nur das Zvieri und Nachtessen zu kaufen und direkt heimwärts zum Hotel zu gehen. Wir waren so was von müde von all den vielen Eindrücken und den immerhin etwa 11 Km Fussmarsch. Eigentlich wollten wir in der Hotellobby noch was trinken, lagen dann aber nur noch ziemlich groggy rum. Ist auch ok, darf auch mal sein. War zwar nicht unser unsprünglicher Plan, denn wir wollten ja im Planten en Blomen (Park) chillen und das Zvieri geniessen. Nun hoffen wir, dass der Samstag nicht nur regnerisch wird und wir das dann nachholen können. Sonst machen wir das halt am Sonntagmorgen - wie schon letztes Mal vor 12 Jahren. Bei Regen könnten wir am Samstag ja auch das eine oder andere Museum besuchen.
----------------
16. Mai 2026
Auch heute begrüsste uns der Tag mit Sonne, wenn auch mit vielen Wolken und Wind begleitet. Nun denn, unser Plan stand fest: Zuerst würden wir in den Botanischen Garten "Planten en Blomen" spazieren gehen und später - je nach Wetter - weiterziehen. Gesagt, getan: um 9 Uhr war es zwar noch ziemlich kalt/windig, aber wenigstens sonnig. Ganz in der Nähe vom Hotel entdeckten wir eine wunderbare Bäckerei mit einer mega-leckeren, grossen Auswahl. Wir gönnten uns zwei Laugenstangen, die wir im Grünen bei einer Pause essen wollten.
Schon bald erreichten wir den Garten. Es war so schön. Die Rhododendren blühten in allen Farben um die Wette. Kein Wunder, gedeihen diese hier so gut. Der Boden ist moorig. "Hammaburg" - komme, so der Guide von der Stadttour, von Moor/Sumpf, also dass die ursprünglich gebaute Burg auf Boden zwischen/auf Deichen im Sumpf gebaut worden war, so in etwa. Und der Kapitän vom Bootsausflug erklärte, weshalb die Alster bzw. ihr Wasser so trübe sei. Das käme vom moorigen Boden hier im Norden. Das scheint mir schlüssig, in der Nähe liegt ja auch die Lüneburger Heide und überhaupt wird ja im Norden (noch) Torf abgebaut. Somit ist wohl der Boden die ideale Basis der Büsche, die man hier überall wachsen sieht.
Wir entdeckten weitere schöne Blumen und harmonisch zusammengestellte Pflanzen-Arrangements. Hier wie überhaupt überall in Hamburg standen riesige Laubbäume. Wenn die sprechen könnten. Was die wohl alle in ihrem langen Baumleben schon so gesehen haben mochten... Noch spielte die Sonne mit. Immer wieder fanden wir Momente und Orte, wo wir die Sonne ohne Wind geniessen konnten. Wir assen die mitgebrachten Laugenstangen in der wärmenden Sonne, hörten den Vögeln beim Zwitschern zu und erfreuten uns an den Blüten und der Ruhe, welche der grosse Weiher und die alten Baumbestände ausstrahlten.
Nach knapp zwei Stunden hatten wir genug gesehen und waren bereit für neue Eindrücke. Auch die Wolken verhiessen nicht wirklich viel Gutes. So entschieden wir, uns in Richtung Alster aufzumachen. Mal sehen, ob der Regen noch eine Weile warten würde. Nach einem kurzen Marsch erreichten wir die Binnenalster, der Wind auch. Er war eisig, auch wenn die Sonne schien. Wir umliefen die Binnenalster auf der linken Seite und kamen bald bei den Anlegestellen der Alster-Boote an. Und just zu diesem Zeitpunkt erreichten uns auch die Regenwolken. Kurz ein schneller Entscheid: Wir würden eine zweistündige Alster-Kanal-Tour mitmachen. Schon ein paar Minuten später sassen wir in der warmen Kajüte und freuten uns auf die Fahrt.
Der Kapitän hatte sichtlich Spass daran, die Gäste informativ zu unterhalten. So brachte er uns mit Humor und vielen Informationen die Gegend rund um die Binnen- und Aussenalster nahe, die diversen Kanäle natürlich auch, und in zwei kurzweiligen Stunden wechselten sich Regen und Sonne ab. Die beiden Seen sind etwa 2,5 Meter tief und die Kanäle 1,80 Meter. Das wusste ich noch nicht; interessant. Und dass Hamburg - gemäss Kapitän - mehr Brücken hat als Venedig und Amsterdam zusammen, wussten wir auch nicht (wenn es denn stimmt). Dies uns vieles mehr erfuhren wir während dieser 2 Stunden. Wenn wir auch erwartet hatten, dass die Tour uns durch die anderen Kanäle der Stadt (wie auch durch die Speicherstadt) führen würde, war es doch eine schöne Tour; gut, dass wir das gemacht hatten, wobei 1,5 Std. auch gereicht hätten. Aber schön war es.
Zum Glück war es inzwischen wieder einigermassen warm und weniger windig. Da wir jetzt wieder warm hatten, spazierten wir quer durch die Quartiere zu den Landungsbrücken und flanierten gemütlich zum Hardrock Café. Dort kaufte Svenja nochmals ein und wir nahmen den Heimweg zum Hotel unter die Füsse. In warmer Sonne spazierten wir heimwärts. Kurz einen Graupelschauer überstehen, dann gings weiter, vorbei am Hotel Adina, wo wir vor 12 Jahren logierten. Dahinter war der Netto, wo wir unser Abendessen einkauften und den Rest des Wegs zurücklegten. Gemütlich ging es weiter durch ein paar Gassen, die wir noch nicht kannten. Quasi mit einer Punktlandung erreichten wir das Hotel, legten unsere Einkäufe ab und gönnten uns den Welcome-Drink mit unserem Gutschein, den wir am Donnerstag erhalten hatten.
Danach chillten wir noch gemütlich im Hotelzimmer und machten uns über diverse Geschichtsfakten schlau(er); Sturmflut Hamburg 1962 und ähnliches. Es war ein weiterer schöner Tag - mit vielen sonnigen, entspannten Momenten, zahlreichen Informationen und weiteren 10 Kilometern Fussmarsch. Morgen werden wir wohl nochmals durch die Speicherstadt spazieren, bevor wir uns dann zum Flughafen aufmachen.
--------------------------------
18. Mai 2026
Was für ein Wetter! Strahlend blauer Himmer, herrlich! Wir nahmen es gemütlich und packten unsere Siebensachen zusammen. Um kurz nach 9 Uhr deponierten wir unser Gepäck im gesicherten Raum des Hotels (toller Service!) und machten uns auf den Weg zur Speicherstadt. Wir liefen kreuz und quer zwischen den imposanten Bauten über die Brücken, welche alle wirklich spezielle Namen hatten. Muss ich mal recherchieren, woher die alle kamen. Allerdings nervte es mich schon einigermassen, dass die Touris je länger je mehr die Unart haben, überall ihre blöden Kleber dranzupinnen, um sich, ihren Verein oder was auch immer zu verewigen. Kaum ein Brückenschild, welches nicht verunziert war damit! Naja. Wir konnten es ja nicht ändern. Um uns rum flogen die Sturmmöwen, paddelten die Brandgänse und Reiherenten und schnatterten die Stockenten. Der Wind war noch einigermassen gnädig.
Auf unserem Spaziergang kamen wir allmählich der Elb-Philharmonie immer näher. Sollten wir nun doch noch da hoch? Man könne ja kostenlos auf die Plaza - ein Rundumgang mit einem Rundblick über die ganze Stadt sei da gut möglich. Also, wenn wir schon davorstehen, quasi. So machten wir es wie so viele andere vor uns auch und liessen uns von der Rolltreppe bis zur Terrasse hochrollen. Es lohnte sich wirklich: Wir hatten einen grandiosen Blick und taten es den anderen nach: Wir knipsen weitere unzählige Fotos und genossen es, auch wenn es ziemlich windig war - je nachdem, auf welcher Seite man stand. Als wir genug gesehen hatten, gings wieder runter.
Es war nun schon kurz nach 11 Uhr und wir überlegten, ob wir es bei der einen oder anderen Bäckerei versuchen sollten. Das Restaurant vom ersten Abend würde leider erst um 13 Uhr öffnen. Das wäre uns dann noch etwas zu knapp, um es gemütlich geniessen zu können. So spazierten wir in Richtung der einen Bäckerei, die dann aber leider zu hatte. Auf dem Rückweg fanden wir unbeabsichtigt allerlei neue Wege - und ein wirklich gemütliches kleines Restaurant.
Der Service war sehr nett, das Essen lecker. So gestärkt spazierten wir den Rest des Weges - wir waren schon wieder in der Nähe der Alster - Richtung Hotel. Wir stellten belustigt fest, dass wir nun wohl schon alle Richtungen rund um unser Hotel ausprobiert hatten. Zurück im Hotel genoss ich noch einen extrem leckeren Cappucchino und zusammen chillten wir noch ne Weile rum.
Um kurz nach 14 Uhr nahmen wir unser Gepäck und machten uns auf zum Flughafen. Mit der S1 gings ohne Umwege und ohne Umsteigen direkt zum Airport, wo wir schwuppdiwupp zur Lounge liefen; ein etwas längerer Fussmarsch, wie wir feststellten. Wir waren entspannt, was man von ein paar Angestellten nicht behaupten konnte. Keine Ahnung, weshalb die so ne Hektik machten. Aber egal, wir nahmen es mit Geduld. Es war inzwischen 15 Uhr, um 15.55 sollte das Boarding starten - sollte... Irgendwann kam die Durchsage, dass das Flugzeug sich verspäten würde. Letztendlich kam es 25 Minuten später an, wir stiegen zügig ein und schon bald hoben wir ab. Um kurz nach 18 Uhr kamen wir mit knapp 5 Minuten Verspätung in Basel an. Wir hatten wohl Rückenwind. Ein seeehr spontanes, chilliges Wochenende in Hamburg, mit tollem Wetter, schönen gemeinsamen Momenten und viel Neuem - und viel Bewegung - ging zu Ende.















































































Kommentar schreiben